Die Bikes:

Das wichtigste sind zweifellos die Räder. Für so eine Tour empfiehlt sich ein sog. Fully, also ein vollgefedertes Bike. Wir hatten auch 2 Fahrer dabei mit Hardtails, also nur mit Federgabel ausgestattet, die zwar beim bergauf fahren allen davon gezogen sind, jedoch im groben Gelände bergab an schnell an ihre Grenzen gestoßen sind.

Marén fährt das Nerve AL 27,5 und ich das Nerve AL 29er von Canyon. Beides 2014er Modelle.

Warum haben wir uns für Canyon entschieden?

Zum einen haben die Räder in Testberichten sehr gut abgeschnitten, zum anderen gefällt uns das durchdachte und schwungvolle  Design. Da das unsere ersten Mountainbikes sind, sind wir extra nach Koblenz gefahren, um uns beraten zu lassen und die Räder ausgiebig getestet.

Marén kommt mit 27,5 Zoll und ich mit 29 Zoll Laufrädern besser zurecht. Wir beide fahren den Rahmen in der Größe „M“, wobei ich auch „S“ hätte nehmen können, aber ich habe mich gegen den subjektiven „Kinderfahrrad-Eindruck“ gewehrt.

Die Unterschiede sind  deutlich zu spüren, daher empfehle ich, falls ihr vor einer ähnlichen Entscheidung steht unbedingt mal den Unterschied zu „er-fahren“.

Das 29er ist schneller unterwegs: In meiner „Komfort-Fahrweise“ auf gerader Strecke fahre ich damit 28km/h, währen bei gleicher Energie das 27,5 Zoll Rad etwa 25km/h schnell ist.

Über Wurzelwege fährt das 29er ruhiger und auch ein „Überschlagsgefühl“, wenn es recht steil hinunter geht stellt sich später als beim 27,5er ein.

Das 27,5er ist dafür deutlich wendiger, wenn es darum geht enge Kehren zu fahren. Insgesamt ist das Handling auch verspielter, und durch den 3. Zahnkranz vorne hat es zudem einen Gang „extra“ wenn es mal richtig steil bergauf geht,  so dass ich gar nicht weiß, für was ich mich entscheiden würde bei einer Neuanschaffung.

Beide Räder haben diese 2. Tour klaglos überstanden und sind dank XT Ausstattung auch bei Reperaturen noch im humanen Bereich, was die Kosten für die Ersatzteile betrifft.

 

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Nerve AL 8.9 2014

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Nerve Al 8.0w 2014

Der Vorteil einer geführten Tour ist, dass nicht jeder alles dabei haben muss. Die Teilnehmer können sich in Absprache untereinander Luftpumpe, Werkzeug, Kettenöl, Schlösser oder auch Fotoausrüstung teilen.

Da die Mountainbikes alle unterschiedlich aufgebaut sind, sollte aber jeder eigene Bremsbeläge, Schläuche, Kettenschlösser und das individuelle Schaltauge mitnehmen. Wer ängstlich ist, so wie ich, nimmt noch weitere Teile mit.  Ich hatte einen Ersatzmantel, einen Schaltzug, Ersatzschuhe und sogar ein Entlüftungs-Kit für die Bremsen samt Mineralöl mit. Natürlich habe ich nichts davon gebraucht :) (Und es lag im Koffer, der von Hotel zu Hotel gebracht wurde)


 

Ersatzteile fürs Bike:

  • 2 Paar Ersatzbremsbeläge
  • 2 Ersatz-Kettennietstifte und ein Kettenschloss
  • 1 Schaltzug
  • 1 Ersatz-Schaltauge
  • 2 Ersatzschläuche
  • 1 Ersatzmantel (hier habe ich einfach einen alten mitgenommen)
  • 1 Kettenöl (kleine Tube, nichts zum sprühen, da dass bei Wind schnell auf die Bremsscheiben geraten kann)
  • 3 Kabelbinder
  • 2 Fahrradschlösser (Ein stabiles für die Nacht, und ein sehr leichtes als „Wegfahrsperre“ beim Mittagessen)
  • 1 Universalwerkzeug
  • 1 Luftpumpe

 

Kleidung:

Ich empfehle die Kleidung auf Herz und Nieren bei längeren Touren in praller Sonne, aber auch im Dauerregen ausgiebig zu testen. Es hat ein wenig gedauert, bis ich mit der Ausstattung zufrieden war. Gerade die Radhose, Schuhwerk oder Wind/Regenschutz sind die Kleidungsstücke, die bei einer längeren Nutzung unangenehm auffallen können. Meine Schuhe zum Beispiel waren für längere Schiebepassagen nicht zu gebrauchen. Da Kleidung, Wärme- oder Kälte-Emfinden sehr individuell sind, kann ich auch keine Tipps geben. In der nachfolgenden Liste seht ihr womit wir gut ausgekommen sind:

  • Helm (Ohne Helm ist die Teilnahme nicht erlaubt)
  • Bike-Rucksack mit Regenschutz (Mittelgroß)
  • Radhose kurz/lang
  • Trikot kurz/lang
  • Radhandschuhe mit Gelpolster
  • ggf. Bikeunterhosen
  • Funktionssocken
  • Softshelljacke
  • Regenjacke
  • Buff
  • Festes Schuhwerk, ich fahre mit Klickpedale, Marén mit Flat-Pedale
  • Sonnenbrille

Bitte beachtet, dass der Kleidungsstil in anderen Regionen anders ausfällt, da die Abruzzen größtenteils angenehm warm waren. (+40 bis etwa 8 Grad)


 

Ernährung:

Da auf unserer Tour ein Mittagsessen eingeplant ist, mussten wir nicht viel mitnehmen. Kleinigkeiten sind aber empfehlenswert.
Laut Navi habe ich während des Tages 2000-2800 kcal. verbraucht.

  • Müsliriegel o.Ä.
  • Snacks
  • Wasser (!)
  • Energy-Tabletten
  • Traubenzucker

 

Elektronik:

Natürlich könnt ihr ganz auf Elektronik und wirklich nur die Tour geniessen, aber hey, wir haben 2015 :)

Wir haben folgendes mitgenommen:

  • Fotoapparat + Speicherkarten
  • Navi/Tacho
  • Handy, falls man sich mal verliert
  • LED-Rücklicht/Frontlicht
  • ggf. Powerbank (Externer Akku)
  • Ladegeräte

 

Reiseapotheke/Sonstiges:

In der Regel hat der Guide auch Erste-Hilfe-Set o.ä, mit dabei, wir haben uns auf folgendes beschränkt:

  • Sonnencreme, sehr wichtig, denn in 1500m Höhe beißt die Sonne schon arg.
  • Kopfschmerztabletten
  • Immodium Akut gegen Durchfall, der z.B. von Energiedrinks in Verbindung mit der Anstrengung ausgelöst werden kann.
  • Klopapier oder Hygieneartikel
  • Personalausweis
  • EC-Karte, Bargeld