Fünfter Tag

Fünfte Etappe

Assergi – Campo Imperatore

Landschaftlich besonders eindrucksvoll und für uns die Königsetappe der Tour.

 

Diese Etappe der Tour beginnt wieder bei allerbestem Wetter. Wir starten von unserem Hotel zunächst auf ein paar Kilometer Asphaltstraße. Nach ein paar Kilometern biegen wir wieder komplett in die Natur ein. Landschaftlich sehen wir wieder viele Grüne Hügelketten im Valle Chiusola. Hier sind wir auf schönen Trails unterwegs und weit und breit die einzigen Menschen.

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Auf breiten Schotterstraßen fährt jeder sein eigenes Tempo

 

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Ein erfrischendes Eis bei bestem Wetter in diesem wunderschönen Dörfchen.

 

Aus einem Hügel thront das malerische Bergdorf S.Stefano di Sessanio in dem wir die Gelegenheit nutzen uns mit einem Eis abzukühlen.

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Verwinkelte und enge Gassen

 

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Nach der Pause gibt es eine schweißtreibende Auffahrt zur Burgruine Rocca Calascio (1458m). Die Sonne brennt bei absoluter Windstille hinab und lässt uns gut durch garen. Am heutigem Tag bekommen wir das Bikerfinishing auf die Arme und Beine gebrannt. Unsere Mittagspause ist wieder ein kulinarisches Highlight ein einem Restaurant welches innen schön kühl ist.

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Die Rocca Calascio ist die mit 1.460 m höchstgelegene, ungefähr 1000 Jahre alte Burganlage der Apenninen.

 

Ein kurzes halbstündiges Nickerchen im Schatten später satteln wir die Bikes auf und fahren an der Sechseckigen Kirche vorbei aus unser Ziel am Horizont. Wir können den von hier schon den Gran Sasso sehen der sich am Horizont majestätisch aus dem Hochplateau erhebt. Wir haben das Glück eine tolle Fernsicht zu haben mit dem Corno Grande, unserem Tagesziel.

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Etwas tiefer am Fuße der Festung ist die achteckige Kirche Santa Maria della Pietà aus dem 17. Jahrhundert

 

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Unser Tagesziel ist in Sichtweite

 

Die Landschaft wird von Kilometer zu Kilometer immer eindrucksvoller, da nun Schneebedeckte Berge zu unserer Rechten Seite und satt-grüne Hügel links unseren Weg auf der Hochebene Markieren. Während wir auf der schnurgeraden Straße auf den Gran Sasso zu fahren brechen über die Berge gigantische Wolken hinein, so dass ich immer mal wieder anhalten muss um dieses Naturereignis zu fotografieren.

Diese Hochebene weckt in uns Gefühle durch eine „Herr der Ringe“ Kulisse zu fahren. Links der Straße liegen grüne Hügel, währen rechts schneebedeckte Felsformationen in den Himmel ragen. Schnurgerade fahren wir auf unser Tagesziel zu.

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Die Sonne beißt kräftig auf dieser Hochebene

 

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Besonders gefällt mir die absolute Ruhe, da kaum ein Auto die Straße entlang fährt.

 

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Auch auf dieser Straße fährt kaum ein Auto

 

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Majestätisch brechen die Wolken über den Gebirgszug

 

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Unser Tagesziel. Deutlich anzusehen ist die Witterung, die an der Fassade ihre Spuren hinterlässt

 

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Im Gegensatz zur geschundenen Fassade ist das Restaurant hübsch eingerichtet

 

Unser Hotel liegt auf 2130 Meter Höhe am Fuße des Grand Sasso. Hier oben ist es sehr windig und ich nutze die Gelegenheit ein paar Fotos von dem Observatorium und der Landschaft zu machen.

Wir besichtigen im Hotel das Zimmer des Diktators Mussolini der hier gefangen gehalten wurde, bis er 1943 von Deutschen Soldaten befreit wurde. Ein bisschen Geschichte vor dem Abendessen ist keine verkehrte Sache.

Nachts wurde es dann extrem windig und ich werde wach von einem permanenten Klappern irgendwo auf den weitläufigen Fluren. Wir gruselten uns ein wenig, da wir die einzigen Gäste auf dieser Etage waren. Die Flure sind sehr nüchtern gehalten und wirken fast wie Kellerflure.
Anfänglich dachte ich, dass der Geist von Mussolini hier durch die Gänge irrt. Doch meine Recherche ergibt eine klappernde Tür an einem der anderen Hotelzimmertüren. Ein Stück Toilettenpapier im Türschlitz lässt uns dann aber ruhig im Pfeifton des Windes weiter schlafen.

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