Ich fahre Mountainbike-Touren auch wegen der Möglichkeit Landschaftsfotos zu machen. Die Abruzzen Tour bietet sehr viele Möglichkeiten dazu. Es ist jedoch immer ein Kompromiss zwischen der sportlichen Herausforderung auf der einen Seite, und der Jagd nach Motiven auf der anderen Seite. Wenn ich mit einer  Gruppe unterwegs bin, kann ich leider nicht immer anhalten wenn ich möchte, da  ich sonst die Anderen ausbremsen würde. Oft habe ich deshalb in Pausen fotografiert, oder wenn jemand einen Platten hatte.

Schwierigkeiten bereitet mir in den Abuzzen auch das unterschiedliche Wetter und das Licht. Mal hatten wir einen verhangenen Himmel, mal scheint die Sonne so intensiv, dass alle Motive harte Kontraste aufweisen. Es heißt nicht umsonst „Zwischen Elf und drei hat der Fotograf frei“. Zu dieser Zeit sind wir aber oft an tollen Aussichtspunkten gewesen mit den lohnenswerten Motiven.

Die Wahl der Kamera hat mir einige Kopfschmerzen bereitet: Ich wollte ursprünglich die DSC-RX100 III von Sony mit auf die Reise nehmen. Sie ist klein und leicht, kann filmen und zoomen und mach gute Fotos. Da ich allerdings von DSLR Kameras verwöhnt bin, habe ich mich aufgrund der Bildqualität für eine EOS 100d mit Polfilter und dem 24mm Pancake Objektiv entschieden. Das macht zusammen etwa 700g Gesamtgewicht.

Mein Fazit: Die EOS 100 macht merklich bessere Bilder (im Vergleich zu dem was ich so im Internet gesehen habe) und auch die Möglichkeiten den Raw-Bearbeitung sind meiner Meinung nach besser. Die RX100 wäre im Gegenzug wahrscheinlich durch den Zoom und die Videofunktion mit Bildstabilisator vielseitiger gewesen, und dabei eine ganze Ecke leichter (290g). Für die Bilder auf der Webseite wäre sie völlig ausreichend.

Die EOS 100 habe ich an den unteren Gurt des Bikerucksacks in einer Minitasche untergebracht. Ich habe vor der Tour ausprobiert, ob die Kamera beim Biken nicht stört. So habe ich einen schnellen Zugriff: Ich muss anhalten, die Kamera raus nehmen, das Foto schießen und kann schnell weiterfahren. Für das Abnehmen des Rucksacks wäre wenig Zeit gewesen.

Meine EOS 5D MK2 hätte ich gerne mitgenommen, aber knappe 2 kg extra im Rucksack ist für mich nicht praktikabel und könnte schnell zur Qual werden auf so einer Tour.

Vielleicht probiere ich bei der nächsten Tour die Sony oder eine vergleichbare kompakte Kamera aus, um wirklich zu wissen was die bessere Alternative ist.